„S(h)ein oder nicht Nichts(h)ein, das ist hier die Frage.“ Das hat sich schon Shakespeares Hamlet gefragt – na ja, zumindest so mehr oder weniger …
Hamlet stellt sich in diesem Monolog die Frage, ob es besser sei, zu leben und die Leiden des Lebens einfach zu ertragen, oder zu sterben und damit das Unbekannte zu riskieren. Es ist eine der zentralen Fragen der Menschheit, die Frage nach der Sinnhaftigkeit menschlicher Existenz.
Jetzt fragst du dich, liebe Leserin, lieber Leser, sicherlich: „Was zum …? Wie kommen wir von hier jetzt zu Shein?“ Na ja, dafür müssen wir diese Phrase und ihre Bedeutung zugegebenermaßen ein wenig biegen (ein Sorry an alle, die jetzt hier mit der Auflösung der Frage nach dem Sinn des Lebens gerechnet haben). Denn wir wollen uns fragen: Wollen wir die Tatsache, dass es eben einfach Menschen gibt, die unter schlimmsten Bedingungen unsere Kleidung nähen, einfach anzunehmen, denn Was soll ich als Einzelner schon ausrichten? und Dann kann man nirgendwo mehr kaufen. Oder stellen wir uns dem Unbekannten, der unangenehmen Realität? Dass nämlich eigentlich niemand „gottgegeben“ für unseren Konsum leiden müsste? Dass es eine Entscheidung ist, die wir – und damit meine ich nicht nur dich und mich, sondern gerade und vor allem auch die Entscheidungsträgerinnen und -träger unseres Landes – jeden Tag treffen und mit der wir uns vor langer Zeit irgendwie einfach abgefunden haben.
Spoiler-Alarm: Hier wird es keine Patentlösungen für alle Probleme geben. Das Thema Ultra-Fast-Fashion ist unglaublich vielschichtig und einfach nur zu sagen: „Hä, kauf’s doch einfach nicht.“ oder „Warum wird es dann nicht komplett verboten?“ ist in vielen Fällen zu kurz gedacht. Warum wir diesen Blog also starten? Weil wir über das Thema aufklären wollen – nicht, um mit erhobenem Zeigefinger dazustehen, sondern um Alternativen aufzuzeigen, Denkmuster zu durchbrechen, Patterns aufzudecken und (wieder) ins Gespräch zu kommen.

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